Vom 01. bis 05. September findet die Woche der Erziehungshilfe NRW statt. Ziel ist es, zu zeigen, wie vielfältig und wichtig Beratung, Begleitung und Unterstützung für Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und ihre Bezugspersonen sind – gerade in einer Zeit, in der psychische Belastungen, familiäre Krisen und gesellschaftliche Herausforderungen zunehmen.
Auch die Evangelische Beratungsstelle Bonn beteiligt sich mit einer digitalen Aktion: Wir haben Stimmen unserer Ratsuchenden sowie Mitarbeitenden gesammelt und möchten damit öffentlich sichtbar machen, dass niedrigschwellige Hilfe im Rahmen der Erziehungshilfe eine wichtige gesellschaftliche Stütze ist.
Wir lassen Ratsuchende selbst zu Wort kommen: Was bedeutet Beratung?
In anonymisierten Erfahrungsberichten teilen Klient*innen, was sie in der Beratung erlebt haben – was ihnen geholfen hat, was ihnen geblieben ist, was sie gestärkt hat. Diese Stimmen sind ehrlich, bewegend, manchmal leise, manchmal sehr klar. Sie erzählen von Mut, von Wandel, von innerer Arbeit – und von der Bedeutung eines sicheren Ortes, an dem man gehört wird, ohne bewertet zu werden.
Alle Erfahrungsberichte finden Sie auf unserem Instagram-Kanal !

Jeder Beitrag steht für sich – jede Erfahrung zählt.
Aus den Berichten wird deutlich, wie tiefgreifend und unersetzbar die Arbeit in der Erziehungshilfe ist.
Die Klient*innen beschreiben die Beratungsstelle als Ort der Begegnung, der Reflexion, der Hoffnung. Sie sprechen von Momenten, in denen sie sich zum ersten Mal verstanden fühlten – oder zum ersten Mal wieder. Von dem Gefühl, ernst genommen zu werden, nicht allein zu sein, gestärkt aus Gesprächen hervorzugehen. Diese Erfahrungsberichte sind kein Einzelfall, sondern Ausdruck dessen, was gute Beratung überall leisten kann:
Verbindung, Entwicklung und Vertrauen. Wir danken allen, die ihre Stimme geteilt haben – und allen, die zuhören.
Zum Abschluss der Woche kommen auch die Fachkräfte selbst zu Wort – mit kurzen Statements darüber, was die Arbeit in der Beratungsstelle für sie bedeutet.

Das Team der Evangelischen Beratungsstelle Bonn: Was bedeutet Beratung?
Auch die Teammitglieder teilen, was für sie und ihre Arbeit in der Beratungsstelle besonders wichtig ist und am Herzen liegt. Für Christiane Wellnitz, Leiterin der Evangelischen Beratungsstelle Bonn, ist die Arbeit in der Beratung eng mit Haltung verbunden: mit Respekt, mit Vertrauen und mit der Verantwortung, die daraus erwächst. „Das Vertrauen, das uns Ratsuchende entgegenbringen, ist für mich eine Verpflichtung, sorgsam damit umzugehen.“
Die Beratungsstelle soll ein Ort sein, an dem sich Menschen mit ihren Themen gut aufgehoben fühlen. „Wir schließen niemanden aufgrund irgendwelcher Merkmale aus. Wir orientieren uns an den Bedürfnissen der Klient*innen.“ Die Beratungsstelle versteht sie als gemeinsamen Raum für Offenheit, Vielfalt und Entwicklung: „Jede*r Mitarbeitende soll seine oder ihre Haltung, Fähigkeiten, Stärken und Schwächen einbringen dürfen.“ In ihrer täglichen Arbeit bleibt für sie eine Erkenntnis grundlegend: „Reden hilft. Es ist immer gut, Gefühle und Themen zu teilen.“ Diese Offenheit ist nicht nur Haltung, sondern Grundlage für das, was Beratung leisten kann. „Es gibt vielfältige Möglichkeiten, das Leben mit seinen Hindernissen zu leben. Alles hat seine Geschichte, die es wert ist, gesehen zu werden.“
Auf dem Instagram Kanal der Beratungsstelle kommen Sie zu den Berichten der Fachkräfte.