Jahresbericht 2025

Evangelische Beratungsstelle Bonn veröffentlicht Jahresbericht 2025

Nichts ist beständiger als der Wandel

Die Evangelische Beratungsstelle hat ihren Jahresbericht 2025 veröffentlicht. Der Bericht gibt Einblicke in die vielfältige Beratungsarbeit und macht deutlich, wie sehr psychosoziale Hilfesysteme zunehmend unter Druck geraten.

„Nichts ist beständiger als der Wandel.“ – So lässt sich das Jahr 2025 in der Evangelischen Beratungsstelle zusammenfassen. Ein optimistisches, zupackendes und kreatives Team hat diesen Wandel gestemmt und die Herausforderungen gemeistert. Der Trägerwechsel von den drei Kirchenkreisen Bonn , Bad Godesberg-Voreifel und An Sieg und Rhein zum Diakonischen Werk Bonn und Region zum 01. Januar 2026 wurde vorbereitet, dem viele konstruktive Gespräche vorausgingen.

In der Beratungsstelle begegnen wir täglich Menschen in unterschiedlichsten Lebenssituationen. Dazu gehören Jugendliche, die sich zurückziehen oder unter starkem Druck stehen. Eltern, die sich im Umgang mit ihren Kindern unsicher fühlen oder in einer Trennung stecken. Menschen, die mit Verlust, Krankheit und existenziellen Krisen umgehen müssen. Und manche Gedanken bei uns zum ersten Mal offen aussprechen.

„Ich habe hier eine Stütze gefunden.“ So beschreibt eine ratsuchende Person im Rahmen unserer digitalen Kampagne zur Woche der Erziehungshilfe (s.u.), was die Beratungsstelle für viele bedeutet. Sie fängt auf, was im regulären Versorgungssystem rund um mentale Gesundheit oft keinen Platz findet. Und das niedrigschwellig, unbürokratisch und kostenfrei! Gerade darin liegt ihre besondere Bedeutung. Für ein großes Einzugsgebiet, das die drei Kirchenkreise Bonn, An Sieg und Rhein sowie Bad Godesberg-Voreifel umfasst.

Nach den Verabschiedungen mehrerer Kolleg*innen im Jahr 2024 mussten wir uns 2025 als Team neu aufstellen und unsere Arbeit neu strukturieren. Erstmals konnten wir nicht alle Anmeldungen entgegennehmen und mussten unser Präventionsangebot begrenzen.

Die Nachfrage ist seit Jahren höher als unsere Kapazitäten. Die Beratungsstelle stößt damit zunehmend an ihre Grenzen. Und auch die Themen haben sich in den letzten zehn Jahren verändert: Ratsuchende kommen immer häufiger mit komplexen, existenziellen Belastungen wie Einsamkeit, Depression, Krankheit oder in suizidalen Krisen zu uns. Umso wichtiger ist es, dieses Hilfsangebot zu sichern und auszubauen. Dafür sind finanzielle Zuwendungen von großer Bedeutung. Sei es durch Projektgelder, finanzielle Zuschüsse der Kommunen oder Spendengelder, die den Erhalt der Stelle sichern.

Neben Interviews und Erfahrungsberichten thematisiert der Jahresbericht unter anderem die zunehmende Einsamkeit bei jungen Menschen, den Welttag der Suizidprävention sowie Projekte, Kooperationen und kulturelle Veranstaltungen der Beratungsstelle.

Der vollständige Jahresbericht steht hier bereit: Jahresbericht 2025 der Evangelischen Beratungsstelle Bonn