Interview mit Naema Gabriel

Die Autorin, Drehbuchautorin und Illustratorin Naema Gabriel wuchs mit einer bipolar erkrankten Mutter auf. Heute spricht sie offen über ihre Erfahrungen als Angehörige und Hinterbliebene nach Suizid und setzt sich dafür ein, insbesondere die Perspektive von Kindern und Jugendlichen stärker sichtbar zu machen.

Im Interview erzählt sie davon, wie Kinder psychisch erkrankter Eltern früh Verantwortung übernehmen können. Was nach außen wie Reife und Selbstständigkeit wirkt, kann Ausdruck einer großen Belastung sein. Gabriel betont deshalb, wie wichtig Entlastung statt zusätzlicher Verantwortung ist – und dass Kinder altersgerechte Gespräche über psychische Erkrankungen und Suizidalität brauchen.

Auch über Schuldgefühle von Hinterbliebenen und die Bedeutung offener Gespräche spricht Gabriel. Schwierige Gefühle ließen sich nicht mit einfachen Antworten aus der Welt schaffen. Hilfreicher könne es sein, zuzuhören, da zu sein und ein verlässliches Gesprächsangebot zu machen.

Ihr zentraler Gedanke: Aus einer komplexen Krise herauszuführen, braucht häufig nicht die eine große Lösung. Viele kleine Schritte und die Hilfe anderer Menschen können Veränderung möglich machen.

Das vollständige Interview ist hier auf der Kampagnen-Website Deine Geschichte ist nicht zu Ende zu lesen.